
Kronen Zeitung
TRAINER SCHIMPFT:
Arsenal? „Sie machen sich ihre eigenen Regeln“
Arsenal liegt mit sieben Punkten Vorsprung an der Spitze der englischen Premier League und ist in der Champions League als einziges Team ungeschlagen. Mit der Spielweise der „Gunners“ kann sich Trainer Fabian Hürzeler vom Ligarivalen Brighton aber überhaupt nicht anfreunden. Der Deutsch-Schweizer warf den Londonern nach der 0:1-Niederlage am Mittwoch zum wiederholten Mal Zeitschinden vor. „Momentan habe ich das Gefühl, sie machen sich ihre eigenen Regeln“, sagte Hürzeler.
Nach einem frühen Tor durch Bukayo Saka (9.) konzentrierte sich Arsenal auf die Defensive, alle relevanten Statistiken sprachen für Brighton. „Es gab nur eine Mannschaft, die versucht hat, Fußball zu spielen, und deshalb bin ich stolz darauf, wie sie das gemacht hat“, meinte Hürzeler. Es gebe mehrere Arten, erfolgreich zu sein. „Aber es geht um die Regeln. Wenn der Schiedsrichter in der Premier League alles erlaubt, dann ist es schwierig, dann machen sie ihre eigenen Regeln.“
Neben Torhüter David Raya schoss sich Hürzeler auch auf Arsenal-Coach Mikel Arteta ein. Er selbst werde nie ein Trainer sein, der auf diese Art versuche zu gewinnen, betonte der 33-Jährige. „Ich möchte Spieler entwickeln. Ich möchte, dass sich die Spieler weiter verbessern und auf dem Platz Fußball spielen.“ Zwar versuche jedes Team, Zeit zu gewinnen. „Aber ich denke, dass es dafür eine Grenze geben muss, und diese Grenze muss von der Premier League festgelegt werden. Momentan können sie einfach tun, was sie wollen.“
Arteta nimmt‘s gelassen
Arteta wollte den Äußerungen keine große Bedeutung beimessen. „Was für eine Überraschung“, kommentierte der Spanier. Ähnliche Aussagen habe es schon bei vergangenen Spielen gegeben. „Ich liebe meine Spieler, wir lieben unsere Spieler“, betonte der 43-Jährige. „Und ich liebe die Art und Weise, wie wir auftreten.“
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